Vogelgrippe - ein besonderes Risiko für Tierärzte?
Infektionsprophylaxe und Nachweismöglichkeiten bei Influenzaverdacht
Als Tierärzte sind wir von den Risiken, die ein Ausbruch der Vogelgrippe auch für den Menschen mit sich bringen würde, besonders betroffen. In der Regel werden Tierärzte unter den ersten Personen sein, die mit infizierten oder toten Vögeln Kontakt haben.
Unsere humanärztlichen Kollegen haben eine ausführliche Information über Grippeviren und das mögliche Risiko einer Antigen-Veränderung herausgegeben. Den Artikel finden Sie im Internet unter www.synlab.de. Tierärzte und Personal in Geflügelerzeugerbetreiben sollten sich grundsätzlich mit dem üblichen für 2005/2006 vorgesehenen Influenza-Impfstoff immunisieren lassen, der u.a. N1 als Antigen enthält (s. auch Empfehlung im Tierärzteblatt 11/2005). Inwieweit dadurch eine Teilimmunität im Falle einer Antigenshift erreicht werden könnte, ist bisher natürlich unklar. Das sonstige infektionshygienische Management bei Influenza, aber speziell bei Auftreten einer Pandemie, ist im Nationalen Influenza-Pandemieplan, Kap. 8 ausführlich dargestellt (www.rki.de, Infektionskrankheiten von A-Z, Influenza).
Unser molekularbiologisches Zentrum im synlab-Labor Weiden ist in der Lage, Influenza A/B Viren aus diversen Untersuchungsmaterialien (z.B. Rachenabstrich) hochspezifisch und zeitnah (4- 5 Stunden nach Eingang der Probe im Labor in Weiden) mit dem Goldstandard in der Molekulargenetik - der PCR - nachzuweisen. Der Nachweis beider Viren kostet zusammen 40 € (Selbstzahler). Bei Kontakt mit infiziertem Geflügel kann auch direkt der Virustyp A / H5N1 angefordert werden (Einzelanforderung 40 € oder zusammen mit Influenza A/B 60 €)
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