Borreliendiagnostik beim Hund
Bestandteil einer aussagefähigen Labordiagnostik der Borreliose ist seit langem der Immunoblot. Bei synlab.vet wird jetzt mit einem neuen Antigen die Spezifität der Bestimmung erhöht.
Seit Juli 2005 ist die so genannte »VlsE«-Bande Bestandteil des Immunoblots zum Nachweis von Borrelien-Antikörpern beim Hund. VlsE (»Variable major protein-like sequence, Expressed«), ein Oberflächenantigen der Borrelien, wird nur in vivo exprimiert und ist daher ein hoch spezifischer Marker für eine Feldinfektion.
Die ELISA-Methode stellt Teil eins der Stufendiagnostik bei Borrelioseverdacht dar und gibt im positiven Fall einen Sammel-Hinweis auf Antikörper gegen Borrelien. Im Teil zwei der Stufendiagnostik, dem Immunoblot, lässt sich das ELISA-Signal aufspreizen: Es wird deutlich, gegen welche Borrelien-Bestandteile (Proteine) der Hund Antikörper gebildet hat. Der Immunoblot erkennt Kreuzreaktionen mit verwandten Erregern und erhöht insgesamt die Spezifität der Laboraussage.
Werden nun - nach niedrig positiven oder grenzwertigen ELISA-Ergebnissen - Antikörper gegen das VlsE gemessen, ist das ein sehr guter Hinweis auf eine Feldinfektion (im Gegensatz zur Impfung) im frühen Stadium. Grundsätzlich müssen serologische Testergebnisse im Zusammenhang mit dem klinischen Bild interpretiert werden. Bei Tieren aus Endemiegebieten sind nicht selten spezifische Antikörper gegen Borrelien nachweisbar, ohne dass eine akute Infektion mit entsprechenden klinischen Symptomen vorliegt. Borrelien-Antikörper können auch über längere Zeit persistieren und von einer zurück liegenden Infektion herrühren.
Vor einer Schutzimpfung sollte in jedem Fall ein Antikörpernachweis erfolgen, um zu verhindern, dass eine latente Infektion durch die Impfung reaktiviert wird.
Zu Probenmaterial und Kosten der Untersuchung fragen Sie bitte Ihr synlab.vet-Labor.
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