Neues Profil „Anfallsleiden Hund/Katze“
Schon Hippokrates wusste, dass die Epilepsie weder Gottes noch des Teufels Werk ist, sondern ihren Ursprung im ZNS hat. Er nannte die Epilepsie „die Krankheit, die auf das Gehirn fällt“. Daraus wurde im deutschen Sprachgebrauch die „Fallsucht“, womit zugleich das eindrucksvollste Symptom umschrieben war: plötzliches Zusammenbrechen.
Heute wird die klinische Symptomatik differenzierter beschrieben:
- fokale Anfälle, die sich auf lokale Muskelzuckungen oder tonische Krämpfe eines Körperteils beschränken,
- generalisierte Anfälle vom Grand-Mal-Typ, verbunden mit Niederstürzen, Salivation, unwillkürlichem Kot- und Harnabsatz und Bewusstlosigkeit.
- generalisierte Anfälle ohne Erholungsphase („Status epilepticus“).
Man unterscheidet die primäre, idiopathische Epilepsie von den sekundären, symptomatischen Anfallsformen. Bei der idiopathischen Epilepsie besteht i. d. R. eine genetische Disposition, gleichzeitig ist weder klinisch noch pathologisch eine Läsion nachweisbar.
Im Gegensatz dazu hat die sekundäre Epilepsie entweder im ZNS (sekundär intrazerebral) oder extrazerebral eine fassbare Störung. Mögliche Ursachen sind z. B. ein portosystemischer Shunt, ein Insulinom, Gehirntumore, Enzephalitiden, Hypoxie oder metabolisch-toxische Störungen (Cushing, Diabetes, Hypothyreose etc.).
Zur Erleichterung der Differentialdiagnostik hat synlab.vet jetzt Spezialprofile für Anfallsleiden Hund und Katze entwickelt. Einzelheiten zu den enthaltenen Parametern und zu weiterführenden Untersuchungen finden Sie im neuen Laborprogramm.
Außerdem bietet synlab.vet ab 2009 einen besonderen Service: Diagnostisch wichtige, aber transportempfindliche Parameter – wie z. B. Ammoniak – können Sie ab sofort direkt an einem der fünf synlab.vet Standorte, also in Augsburg, Berlin, Hamburg, Köln oder Leipzig abgeben. Ein kurzer Anruf vorab genügt. Telefonnummern finden Sie auf dieser Website unter den jeweiligen Standorten (Menüpunkt „Veterinärlabore“).
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